Ausstellung RE-VISION-IBA ’87
Themen für die Stadt als Wohnort

Die Internationale Bauausstellung Berlin (IBA) 1987 stellt einen Wendepunkt in der Geschichte des Städtebaus dar. Heute, 25 Jahre später, beginnt die historische Betrachtung dieses umfassenden Bauprogramms. Vom 13. Oktober bis 17. November  2012 zeigte die Technische Universität Berlin in Kooperation mit dem Landesarchiv Berlin und dem Landesdenkmalamt Berlin die Ausstellung  RE-VISION-IBA ’87 im Architekturgebäude der Technischen Universität.

Ausstellung RE-VISION-IBA '87

Anhand von ausgewählten Beispielen erläuterte die Ausstellung RE-VISION-IBA ’87 eine Reihe von Themen, die im Rahmen der IBA ’87 bearbeitet wurden: Umgang mit der „kaputten“ Stadt, Ausbau der sozialen Infrastruktur, Wohnselbsthilfe, frauenspezifisches Bauen, Ökologie, kulturelle Vermittlung und die Einbeziehung des Genius Loci in die Entwürfe waren explizite Schwerpunkte des Bauprogramms. Die Ausstellung RE-VISION-IBA ’87 zeigte Originalmodelle und -zeichnungen, sowie den aktuellen Zustand der Bauten. Unter anderem war das große Stadtmodell der IBA-Neu zu sehen, das zu diesem Anlass restauriert wurde. Auch wird im Rahmen der aktuellen Ausstellung die Wanderausstellung “Schritt für Schritt” der IBA-Alt noch einmal präsentiert.

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

Während der Laufzeit der Ausstellung veranstaltete die TU Berlin in Kooperation mit der TU Dortmund und der ETH Zürich am 15. November 2012 ein Symposium anlässlich der Präsentation des Buches “25 Jahre Internationale Bauausstellung in Berlin 1987. Ein Höhepunkt des europäischen Städtebaus”, herausgegeben von Harald Bodenschatz, Vittorio Magnago Lampugnani und Wolfgang Sonne.

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

Mit mehr als 1.200 Besuchern der Ausstellung und über 5.000 „Klicks“ dieser Website im gleichen Zeitraum hat die Ausstellung großen Anklang gefunden und eingelöst, was wir erhofft haben: Dass die Bauten und Stadträume der IBA zum Jubiläumsjahr ins Bewusstsein der Stadt zurückgefunden haben. Für die Unterstützung danken wir unseren Projektpartnern, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Landesarchiv Berlin, sowie allen Leihgebern, von denen hier stellvertretend das Berliner Stadtmuseum und die STERN Gesellschaft für behutsame Stadtentwicklung genannt sein sollen. Die Ausstellung und der begleitende Katalog haben noch einmal das große Engagement aller Mitglieder der Forschungsinitiative F-IBA gezeigt, die sich seit 2010 mit den Hintergründen, den Bauten, Stadträumen und den aktuellen Entwicklungen beschäftigt haben.

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

Die kuratorische Arbeit und die Ausstellungsgestaltung haben Andreas Salgo und Eva Koch übernommen, das Layout stammt von der Agentur Gold & Wirtschaftswunder. Gunnar Klack erstellte die vollständige Fotodokumentation aller IBA-Projekte in ihrem heutigen Zustand  und war für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Seine aktuellen Aufnahmen der IBA-Projekte sind auf dieser Website unter „IBA entdecken“ zu sehen. Ein besonderer Dank gilt auch Ines Oberhollenzer, die als Auszug aus ihren umfangreichen Untersuchungen zur Damaschke-Schule einen Textbeitrag für die Ausstellung und den Katalog zur Verfügung stellte. Und Anne Funk und Dirk Kaden, die zu ihrer Untersuchung der Wohnbebauung von Oswald Mathias Ungers an der Westseite des Lützowplatzes ebenfalls einen Kurztext für die Ausstellung und den Katalog beigesteuert haben. Die ausführlichen Fassungen dieser Dokumentationen sind zusammen mit den Untersuchungen von Marina Bereri, Simone Bogner, Anna Bojarska, Swantje Eggert, Sebastian Gerloff, Michael Grass, Eva Koch, Sonja Krey-Berger, Tina Kühn, Andreas Salgo, Sandra Schumacher, Corinna Tell und Tomasz Werner auf dieser Website als „Projektportraits“ veröffentlicht.

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

© Landesarchiv Berlin, Thomas Platow

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch die Förderung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Für den zur Ausstellung erschienenen Katalog danken wir der Wüstenrot-Stiftung für ihre Unterstützung.

Die Ausstellung is beendet, der Katalog ist beim Fachbereich Denkmalpflege am ISR der TU Berlin erhältlich.

Thorsten Dame, Stephanie Herold, Andreas Salgo