Beitrag von Estefania Briglia, Emil Maj Christensen, Fabian Eidmann, Eva Moreno Garcia und Katja Schober

Diese Forschungsgruppe untersucht die Raumkonzepte, welche in der IBA- Alt und IBA- Neu angewandt wurden, bzw. geplant waren.

Folgende Fragestellungen werden dabei näher erörtert:

Inwieweit hat die IBA es geschafft eine Verbindung zwischen modernen und historischen, bzw. traditionellen Raumkonzepten erfolgreich herzustellen?
Was waren die zeitgenössischen Vorstellungen von ‚modern‘ und ‚historisch/ traditionell‘?
Hat sich das Verständnis hierfür geändert und wenn ja, welche Rolle spielte die IBA dabei?
Gibt es ein IBA- typisches Raumkonzept?
Wie werden die IBA- Konzepte über 20 Jahre später wahrgenommen?

Methodik

Die unterschiedlichen Raumkonzepte werden in vier Themenkomplexe gegliedert und analysiert:

  1. Wohnbebauung
  2. Parks
  3. Plätze
  4. Straßenräume

In Bezug auf die Wohnbebauung ist außerdem eine Differenzierung zwischen öffentlichem und halböffentlichem Raum grundlegend. Auch die Überprüfung dessen, was von den IBA- Planungen tatsächlich umgesetzt wurde ist wichtig.
Zu dem jeweiligen Projekt wird die Baugeschichte dokumentiert, wobei vor allem auf die Planungsprozesse vor der IBA und dem städtebaulichen Zustand vor der Zerstörung im zweiten Weltkrieg eingegangen werden soll.
Anschließend werden diese Ergebnisse mit den IBA- Planungen verglichen. Des weiteren soll herausgefunden werden wie die letztendlich umgesetzten Konzepte damals und heute in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden (dabei stützen wir uns auch auf die Ergebnisse der Forschungsgruppen „Leben mit der IBA“ und „Öffentliche Wahrnehmung der IBA“) und inwiefern sie historische und moderne Ansätze aufgriffen, vereinten und / oder neu interpretierten.

Untersuchungsprojekte

Dies soll anhand ausgewählter Beispiele untersucht werden. Für die vier Themenkomplexe sind folgende exemplarisch aufgeführt:

Wohnbebauung

Block 73 / Luisenstadt: Im Rahmen der IBA-Alt wurde geplant 444 Wohnungen und 4 Fabrikgebäude zu erneuern. Zudem sollte das Walde-Eck als Quartierspark und eine Kinderlandschaft mit Streichelzoo entstehen.

Kinderlandschaft mit Streichelzoo

Parks

Park am Karlsbad / Tiergartenviertel: Ziel der IBA-Neu war es hier, eine Naherholungsfläche zu schaffen, die gleichzeitig die Stadtkante betonen und als Tor zum Kulturforum fungieren sollte.

Park am Karlsbad

Plätze

Oranienplatz / ehemaliger Luisenstädtischer Kanal: Die IBA-Alt plante hier einen repräsentativen Stadtteilplatz, der sich in drei Abschnitte mit jeweils anderer Gestaltung und Nutzung gliedern sollte.

Straßenräume

Körnerstraße / Tiergartenviertel: Auch hier plante die IBA-Neu die Erstellung eines Quartiersplatzes, aber vor allem die Begrünung des Straßenraumes und die Verbesserung der Sicherheit standen im Fokus.