Wohnen am KulturforumBeitrag von Anna Bojarska

• Architekten: Kurt Ackermann und Partner, München
• Lage: Hitzigallee 17–21, Sigismundstraße, Block 204

Demonstrationsziele: Erweiterung der Neuen Nationalgalerie und Errichtung eines Wohnbaus, was zu endgültiger Gestaltung und Belebung des Kulturforums führen sollte.

Maßnahmen: Es wurde eine kammartige, viergeschossige Wohnbebauung mit 75 Wohnungen unterschiedlicher Größe errichtet. Zwischen den Gebäudeteilen befinden sich 3 halböffentliche Höfe. Die Wohnungen im Erdgeschoss werden vom Hof direkt erschlossen – nach holländischem und englischem Vorbild. Der Bau war 1984 fertiggestellt.

Zustand Juli 2012; Foto: Gunnar Klack

Zustand Juli 2012; Foto: Gunnar Klack

Das Erweiterungsgebäude der Neuen Nationalgalerie wurde nie errichtet.

Planungsgeschichte: Die Aufgabenstellung leistete einen wichtigen Beitrag zum IBA-Leitziel „Die Innenstadt als Wohnort“ und bezog sich gleichzeitig auf die Wohnnutzung, die das Gebiet vormals stark geprägt hatte. Vom Ende des 18. bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich das Gebiet zu einem Wohngebiet entwickelt welche Bedeutung es später systematisch wieder verloren – vor allem durch die gewaltigen Planungen von Albert Speer, Kriegszerstörungen und den Wiederaufbau als Kulturforum und Regierungsviertel.

Finanzierung des Projekts: Der Bau wurde als Sozialer Mietwohnungsbau auf dem 1. Förderungsweg finanziert.

Ansicht Hitzigallee; Foto: Anna Bojarska

Ansicht Hitzigallee; Foto: Anna Bojarska